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Team O.i.D. auf Reisen

Wenn einer eine Reise tut

Falls wir mal größer fortfahren, dann seht ihr es hier.

Tag14

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 18:08:28

Tag
14: 14.05. 162km (2859km)

Abfahrt 9:15Uhr

Tour vom Platz aus

– Lanusei – Villanova – Nationalpark
– Monte Olinie –Talana -alte Straße Villagrande-Lanusei – Camping Platz

Die Nacht war wieder
angenehm. Schon seit ein paar Tagen werden wir am Morgen sanft von den
Handwerkern geweckt, die dabei sind, das Restaurant aus dem Winterschlaf zu
holen und noch das ein oder andere zu reparieren.

Machen schön gemütlich unser
gewohntes Morgenprozedere.

Da uns der Naturpark sehr
gefallen hat, wollen wir heute etwas weiter nördlich wieder hin.

Zuerst heißt es aber Tanken.
Denn selbst mit einem halb vollen Tank kann einem beim Abstecher dann doch mal
das Benzin knapp werden. Die Strecke Bari Sardo-Lanusei kennen wir ja schon.
Der Versuch ist, auf einer Nebenstraße nach Lanusei zu fahren, was aber erst
aufs zweite Mal klappt.Der Weg führt zwischen Obstgärten hindurch. Bei einem
Stopp können wir nicht wiederstehen, dem Besitzer die Kostprobe abzunehmen und
“klauen” uns eine Zitrone vom Baum. Die Straße, teils Schotter, teils Teer.
Kurz vor Lanusei blicken wir noch in eine kleine, schöne Schlucht.

In Lanusei selbst ist heute
Markt. Man hat das Gefühl, die ganze Gegend ist auf der Straße zum Einkaufen. Doch
schon am Ortende ist der Verkehr vorbei. Am Lago alto di Flumendosa, an einer
Kreuzung, halten wir zur Orientierung an.

Weiter geht es die alte
Straße nach Villanova, von wo ein Abzweig Richtung Talana geht. Es geht leicht
bergan und die Hochebene beginnt wieder. Ein kurzer Abstecher auf eine
Nebenstraße bringt uns an einen schönen Aussichtspunkt, wo eine kurze Pause
ansteht. Der Weg geht dann aber in der falschen Richtung weiter und wir kehren
um. Nur ein paar Kilometer später, erneuter Abstecher. Dieses Mal aber ein
Schotterweg. Schon nach einem kurzen Stück müssen wir durch einen Bach. Danach
wird es steiler und auch schlechter zu fahren. Noch etwas kuriert von der
Aktion vor zwei Tagen, lass ich Kristina an einem schönen Aussichtspunkt
absteigen. Das Geröll und die Steine werden wieder mehr. Ich fahre noch ein
Stück bis auf das Plateau. Ein herrlicher Ausblick auf die umliegenden Berge.
Wieder zurück genießen wir noch die Landschaft und beobachten Mistkäfer bei
iher Arbeit.

Anschließend geht es weiter
Richtung Talana.

In einer Kurve, fast auf
Passhöhe, sieht Kristina einen Wegweiser: See-Picknick. Schlagen den Weg ein
und gelangen noch tiefer in die Hochebene. Nach ein paar Kilometern wird die
Straße wieder zur Piste. Fast Topfeben und super zu fahren. Kommen an den
ausgeschilderten Picknickplatz und machen Rast. Schön angelegt mit gemauerten
Bänken und einem Brunnen. Den nutzen wir gleich, um unseren Trinkrucksack
wieder zu füllen.

Von dort aus geht die Piste
weiter. Die Beschilderung ist inzwischen aus Felsplatten, auf denen Ortsnamen
oder auch die Namen der Berge
geschrieben sind.

Nur wenige Kilometer weiter
ist Ende. Ein großes Tor versperrt die Weiterfahrt. Da wir uns nicht sicher
sind, ob es nur Weidegatter oder Sperrtore sind, kehren wir um.

Ungefähr auf halber Strecke
gab es aber noch den Abzweig zu einem See. Den wollen wir versuchen.

Fahren das Stück zurück und
biegen ab. Die Straße ist wieder geteert und geht etwas bergab. Nach einer
Kurve stehen auf einmal, wie aus dem Nichts, Esel. Mitten auf der Straße. Ich
halte mit etwas Abstand an um sie nicht zu erschrecken. Als ich dann die Hand
zu ihm ausstrecke, kommt der größte von ihnen auf uns zu. Brav bleibt er neben
uns stehen. Wir können ihn sogar streicheln, herrlich.

Fahren vorsichtig weiter,
damit die Esel nicht aufgeschreckt werden. In einer Kurve fehlt dann fast
wieder die ganze Fahrbahn. Eine Mopedbreite ist noch da. Nur ein kleines Stück
weiter fehlt dann die ganze Brücke. Weggeschwemmt! Sehen uns kurz um und finden
Autospuren in das Flussbett hinein.

Wieder mit etwas Abstand zum
Anfahren halte ich vorher an. Diesmal sieht es so aus, als wäre es etwas
tiefer. Auch die Ausfahrt auf der anderen Uferseite ist steiler. Kristina
steigt sicherheitshalber mal ab. Ich setze an und komme ohne Probleme durch. Es
ist zwar kein reißender Strom, doch die Tiefe reicht aus, um beim Durchlaufen
mit den Stiefeln oben einzuschöpfen. Da ich meiner besten Beifahrerin nasse
Füße ersparen will, fahre ich zurück, um sie dann doch per Achse zu holen. Wir
sitzen beide im Sattel und ich fahre an, als uns auf der anderen Uferseite, ein
weißer Land Rover mit Parkrangern entgegenkommt. Im ersten Moment denke ich
mir, jetzt wird es Ärger geben. Der allerdings, sieht uns, hält sofort an und
winkt uns zu, um die Durchfahrt zu nehmen. Das gelingt auch trotz der
Wassertiefe wie aus dem Bilderbuch. Winken den beiden Rangern noch freundlich
zu und fahren auf der anderen Seite weiter. Die Straße ist wieder in einem
relativ guten Zustand und folgt weiter dem Flussbett. Einige hundert Meter
weiter, fällt uns auf, das Wasser ist plötzlich dreckig und ein paar Wellen
schieben sich durch den Bach.

Gedanken schießen plötzlich
durch meinen Kopf. Der See ist vielleicht ein Rückhaltebecken, Morgen ist Regen
gemeldet, die Straße dorthin ist eine Sackgasse, die Ranger haben eventuell das
Becken geöffnet, um Platz zu machen, für den Regen der kommen soll, wir müssen
noch mal durch den Fluss!

Da wir keine Ahnung haben, ob
wir mit unserer Vermutung Recht haben, kehren wir sofort um, damit die
Durchfahrt nicht all zu tief wird. Bei der Furt ist auch schon das Dreckwasser
angekommen und etwas tiefer als vorher. Es geht aber noch ohne Probleme.

Zurück auf der Hauptstraße
fahren wir wieder Richtung Talana. An der nächsten Passähnliche Höhe sehen wir
einen Wegweiser “Monte Oline”. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und
folgen.

Von der Straße ab, auf einen
Schotterweg, geht es gemächlich bergauf und man gelangt erst mal an einen Bergsattel.
Der Blick von dort ist echt der Hammer. Nach Osten über eine senkrecht abfallende
Felskante bis zur Küste, nach Westen in die Hochebene. Ein paar hundert
Höhenmeter tiefer entdecken wir auch eine interessante Straße, die mit kaum
Höhenunterschied der abstürzenden Felskante folgt.

Doch erst mal den Weg noch
weiter Richtung Gipfel. Teils sehr steil, aber gut zu fahren, ist mal wieder an
einem Tor Ende. Dieses mal aber abgeschlossen. Dahinter befindet sich ganz oben
auf dem Berg eine Sendestation. Egal, eine Sackgasse mit super Ausblick!

Nun geht es aber entgültig
nach Talana, um unsere Kaffeepause zu bekommen. Unweit der Kirche und dem
Rathaus gibt es eine Bar. Da es keinen Bürgersteig gibt, stehen Tisch und
Stühle einfach am Straßenrand. Wie schon gewohnt, bestellen wir Cappuccino,
Cola, Wasser und diesmal Pizzasette. Kannten wir zwar noch nicht, schmeckt aber
lecker. Das Freiluftkino hier mitten im Dorf ist herrlich. Einheimische hupen
und winken sich zu, jeder scheint hier jeden zu kennen.

Satt und ausgeruht geht es
nur ein kleines Stück zurück bis zu einem Abzweig, wo wir die von oben gesehene
Straße vermuten. Alte Torpfosten links und rechts der Straße erinnern an eine
Sperrung der Strecke. In Sichtweite vor uns fährt ein Fiat Panda und lässt
hoffen, dass die Straße weiter geht. Kurz darauf wird auch klar, warum diese
Route nicht immer zu befahren war. An den Stellen wo sich die Fahrbahn duch
eine Felsrinne schwingt, die steil vom Berg herab kommen, ist immer wieder die
komplette Straße ins Tal hinunter gerissen. Fels- und Erdrutschte haben hier
ganze Arbeit geleistet. Es gibt aber immer ein Drüber kommen. Entweder eine
“Panda Breite” als restlichen Fahrweg oder eben Felsbrocken, die mit Beton
übergossen wurden.

Auch der Ausblick ist
herrlich. Der Blick reicht immer bis zur Küste.

Nach ungefär zehn Kilometern
kommt man nach Villagrande, ein schönes, ruhiges Bergdorf.

Von dort aus machen wir uns
auf den Weg über Lanusei nach Bari Sardo. Unweit der Tankstelle haben wir einen
Haushaltswarenladen gesehen. Dort möchten wir
uns eine neue Espressokanne kaufen. Nicht das wir noch keine hätten, aber bei unserer
ist schon vor ein paar Tagen beim Öffnen der Henkel abgebrochen. Um weiter
Kaffee trinken zu können, musste ich immer mit einer Zange die Kanne anpacken,
was etwas unbequem ist.

Im Laden angekommen, finden
wir auch gleich ein passendes Stück. Hinter dem Verkäufer im Regal sehe ich
Gaskartuschen. Mittlerweile haben wir zwar Ersatz, doch unser alter Kocher wäre
uns doch lieber. Ich zeige ihm das Foto unserer Schraubkartusche. Der
freundliche Herr hinter dem Tresen schüttelt mit dem Kopf, schickt uns aber in
ein Bootszubehörgeschäft. Dort angekommen
gehen wir rein, zeigen brav wieder unser Foto. Fast wortlos dreht sich der
Verkäufer um, läuft zielstrebig auf ein Regal zu und bringt uns eine passende
Kartusche. Super, jetzt können wir sogar richtiges Menü kochen mit zwei
Kochstellen.

Der Gemüseladen hat heute
leider schon zu. Zurück am Platz kaufen wir im Laden dort noch Zutaten für
Tomatensalat. Da der Wetterbericht Regen gemeldet hat und der Wind auch
auffrischt, haben wir unser Sonnensegel gespannt. So gibt es dann vor dem Zelt
noch einen trockenen Sitzplaz. Dann kochen wir Risotto und machen Salat.

Zwischenzeitlich kommt unser
“GS-Freund” Jürgen bei uns vorbei und erzählt, sie sind unsere Kupplungsqualm-Tour
nachgefahren. Sichtlich geschafft meint er: Ihr seid ja verrückt, die Strecke
zu zweit auf einem Moped! Wir plaudern noch kurz bevor es über das Essen hergeht.

Den Abend verbringen wir noch
gemütlich vor dem Zelt. Der Wind, der über die Berge aus dem Landesinneren
kommt, fühlt sich an wie ein Fön. Um halb neun zeigt unser Thermometer noch 31
Grad!

Es war wieder ein herrlicher
Tag!



Tag13

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 18:01:14

Tag
13: 13.05. 41km (2697km)

-Gammel und Service Tag-

Nach der etwas anstrengen
Tour gestern wollen wir heute einen Ruhetag machen.

Die Nacht war gut. Als erstes
unser morgentliches Ritual.

An der Rezeption hab ich die
nette Dame wegen einem Motorradreifenhändler gefragt. Da unsere Gummis schon
ziemlich runter sind und wir damit nicht mehr bis nach Hause kommen, wollte ich
nicht bis auf den letzten Drücker mit dem Ersatz warten. In unserer Kupplung
ist ja auch noch das falsche Öl drin.

Am späten Vormittag fahren
wir dann nach Tortolli, wo uns der Reifenhändler empfohlen wurde. Nach einer
Rundfahrt durch das Industriegebiet haben wir ihn dann auch gefunden. Vor der
Werkstatt stehen dann auch schon ein paar Motorräder und der Laden macht einen
guten Eindruck. Noch nicht mal richtig auf dem Hof, kommt sofort ein Angestellter auf uns
zu. Auf Englisch fragen wir nach Reifen für unser Moped. Er erklärt uns gleich
drei Alternativen und drückt uns ein Angebot mit Preisen in die Hand. So
einfach geht das hier?! Wir entscheiden uns für einen Reifen, den wir von
Zuhause schon kennen. Lieber keine Experimente auf der Tour. Leider ist nur der
Vorderreifen auf Lager, aber den Hinteren könnte er bestellen. Sollte auch bis
Freitag da sein. Hmmm….. .

Unsere Lage ist nur so, dass
wir evtl. am Wochenende weiterziehen wollten.

Ich frage den Angestellten,
ob es sicher sei, dass der Reifen am Freitag da ist?

Er lacht laut auf und antwortet:
Nothing is shure in Italy!!!

Ich muss auch lachen. Er gibt
uns aber gleich zu verstehen, er habe auf alle Fälle einen passenden Satz für
uns, sollte die Lieferung nicht kommen. Gut, damit können wir leben.

Auf einmal sehe ich zwei
Mopeds mit einem Aufkleber unseres Motorradhändlers und reden noch etwas mit
Ihnen. Sind ganz nett. Die Welt ist ein Dorf.

Kurz bevor wir schon fahren
wollen, frage ich noch nach unserem Kupplungsöl.

Er gibt mir einen Handskizze,
wie wir in der Stadt den Laden finden, wo es Motorrad-

teile gibt.

Nach kurzem Umweg im
Einbahnstraßengewirr stehen wir vor dem Geschäft.

Als wir rein gehen spricht uns gleich eine
ältere Dame an, was wir brauchen. Da unser Italienisch so speziell nicht weit
reicht, versuchen wir uns nur mit ein paar Brocken
zu verständigen.

Ein weiterer Besucher im
Laden geht mit mir ans Moped wo ich ihm zeigen kann, was wir brauchen. Er gibt
es im Geschäft weiter und alle fangen das Suchen an. Leider ist das Öl im
Moment nicht auf Lager. Schade, aber wir bedanken uns und gehen raus.

Als wir schon am Aufsteigen
sind, kommt der Beitzer aus dem Laden zu uns. Er versucht uns was auf der Karte
zu erklären?!……Ich dachte erst ein anderes Geschäft, wo wir das Öl
bekommen. Aber er will uns eine Strecke zeigen, die wir unbedingt mit diesem
Motorrad fahren sollen. Echt nett, super!

Wieder in Bari Sardo halten
wir noch an einem Autoteileladen. Und wieder kommt eine, diesmal noch ältere
Dame, zu uns. Jetzt geht es etwas präzieser auf Italienisch. Die Frau gibt sich
alle Mühe und bringt uns nacheinander sämtliche infrage kommenden Ölflaschen, aber
leider auch hier nicht genau das passende Öl.

Da in unserer Kupplung ein
mineralisches Hydrauliköl rein muss, wir aber im Moment synthetisches Motoröl
drin haben, was schlecht für die Dichtungen ist, entscheide ich mich wenigstens
für ein mineralisches Motorenöl. Da geht dann wenigstens nicht noch was kaputt
und sollte halbwegs funktionieren.

Am Weg zum Platz halten wir
noch am Gemüsegeschäft und kaufen ein. Die ganzen Sachen schmecken hier richtig
lecker, auch das Obst ist ein Gedicht!

Angekommen mach ich mich gleich über die
Kupplung her. Nach dem Neubefüllen ist das Ergebnis nicht der Hit, aber es
funktioniert. Kristina wäscht mal wieder ein paar von unseren Klamotten.

Zu Mittag machen wir uns dann
einen leckeren Salat und Ruhen noch ein wenig.

Am Nachmittag gehen wir dann
mal zusammen ins Meer baden.

Für mich zwar schon frisch aber beim schwimmen
ist es echt O.K. Das Wasser ist ein Traum.

Das mit der Kupplung lässt
mir keine Ruhe und ich schaue im Internet nach Alternativen, die
erfahrungsgemäß auch funktionieren. Und siehe da, Gabelöl geht auch! Das ist
bestimmt auch leichter zu bekommen.

Wir sind schon fast fertig
angezogen, um noch mal nach Tortolli zu starten, als die Nachbarn mit ihrer
alten GS 800 zurückkommen. Da die ja mit dem WoMo da sind, hat der vielleicht
auch eine Teilekiste, wie ich sonst, dabei. Fragen kostet ja nix.

Ich gehe rüber, schildere
mein Problem und frage nach Gabelöl. Jürgen dreht sich wortlos um und geht in
sein WoMo. Als er wieder kommt, hält er mir eine original KTM
Kupplungsölflasche hin. “Hier, kannst haben, hatte doch auch mal eine KTM!”

Ich bin hin und weg.
Verspreche die Hilfe mit einem Bier wieder gut zu machen. Aber erst mal wieder
raus aus den Mopedsachen. Kristina muss leider noch ein bisschen warten,
wollten auch noch nach einem T-Shirt als Erinnerungsstück schauen.

Also die ganze Aktion mit dem
Befüllen der Kupplung noch mal. Klappt auch und fühlt sich an wie vorher.
Super!

Danach gehen wir noch auf
einen Cappuccino an die Bar am Platz und holen noch Bier als Dankeschön für
Jürgen. Beim Vorbeibringen quatschen wir noch ein wenig. Jürgen und Marion sind echt nett.
Tauschen auch noch Touren-Tipps aus.

Anschließend machen wir uns
Risotto und dazu Salat. Sitzen noch draußen, lesen Karte und Reiseführer.

Ein schöner, entspannter Tag mit richtig Dusel!



Tag12

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 17:56:05

Tag
12: 12.05. 232km (2656km)

Abfahrt 9:15Uhr

Tagestour vom Platz aus

-Camping Marina-Lanusei-Lago
alto di Flumendosa-Passo Arcu-Desulo-Aritzo- Seui-Lago alto di
Flumendosa-Lanusei-Camping Marina

Wir sind bei Zeiten wieder
auf. Kristina genießt den Morgen im Wasser und ich beim Frühstück machen.

Heute geht es endlich in die
Berge. Haben uns für die Tour um den Lago alto di Flumendosa entschieden, die
ich zuhause ausgearbeitet habe. Um viertel Zehn rollen wir schon aus dem Platz.
Gleich hinter Bari Sardo beginnt die SS390, die in herrlichen Kurven und
Serpentinen in die Berge nach Lanusei führt. Ein Stück später finden wir am
Südende des Sees den Abzweig zu unserer Tour. Eingebettet zwischen die Berge,
liegt verästelt der Stausee. Wie aus dem Nichts stehen immer wieder Kühe und
Ziegen auf der Fahrbahn, was aber im Touring-Modus kein Problem ist. Auf der
kleinen Nebenstraße, die langsam ein wenig ansteigt, hat man herrliche Blicke
auf den See. Als wir auf eine Anhöhe kommen, wo sich der Weg gabelt, halten wir
mal wieder. Es öffnet sich der Blick über die Hochebene in die Berge.

Wahnsinns Landschaft! An den
Hängen der gegenüberliegenden Berge erkennt man, sich in die Höhe schlängelde
Wege und Fahrstraßen.

Unsere eigentliche Route
würde zwar der Panoramastraße folgen, doch wir können der Möglichkeit nicht
wiederstehen, einen Abstecher ganz hoch in die Bergwelt zu machen.

Die schmale Straße geht erst
mal in ein enges, schon fast Schlucht ähnliches Tal. Dort
finden wir dann eine Abzweigung, die den Berg hinauf führt. Immer noch alles
geteert. Mal schlechter, mal besser. Immer wieder Kühe oder Schweine auf der
Straße. Langsam weichen die Bäume den Sträuchern und Kräutern, die hier in
einer uns unbekannten Menge schon fast wuchern. Dadurch wird die Aussicht
natürlich auch besser. Der Asphalt geht zu Ende und Schotter breitet sich vor
uns aus. Die Steigung ist noch gemässigt. Auf einer Anhöhe sieht man den
Fahrweg weiter in die Berge gehen und der Schotter wird mehr und mehr zum Geröll.
Ein paar kurze, aber knackige Anstiege mahnen schon zur Vorsicht. Auf über 1150
m kehren wir um. Scheint eine Sackgasse zu sein. An einem Aussichtspunkt, mit
einer Nuraghe, machen wir Pause. Der Blick ist Irre! Steigen noch hoch auf das
Steindenkmal.

Nach ein wenig Orientierung
in der Landschaft versuschen wir das Plateau zu überqueren, um auf der anderen
Seite wieder ins Tal zu gelangen. Die Karte, die, wie schon die ganze Zeit, auf
unserem Tankrucksack thront, gibt so gut wie gar keinen Aufschluss über den Verlauf.
Das Einzigste was jetzt hilft ist unser Navi. Ein Weg, der selben Kategorie wie
bis jetzt, scheint weiter zu gehen. Wir folgen ihm. Wieder allerhand Getier auf
dem Weg. Auch ein Bergbauer mit seinem Geländewagen schaut nach dem Rechten. Noch
ein wenig zurückhaltend, aber grüßend fahren wir an Ihm vorbei. Das Plateau ist
zu Ende und der Weg geht teils richtig steil mit losem Geröll und Felsen
bergab. Kristina macht sich fast unsichtbar hinten, echt klasse! In einer
darauffolgenden Abfahrt merke ich, wie der Kupplungshebel plötzlich durchfällt!
SCHEISSE, keine Kupplung mehr, mitten im nirgendwo in den Bergen. In der Nähe
eines kleinen Bergbaches halten wir. Fehlersuche ist angesagt! Austretendes Öl
ist nirgends zu sehen. Nach dem Öffnen des Ausgleichsbehälters……….kein Öl mehr
drin. Puhhhhhhhh.

Zum Glück haben wir Motoröl
mit. Eigentlich nicht das Richtige für die Kupplung, aber zum Rausfahren aus
den Bergen wird
es schon funktionieren.

Während meiner Schraubaktion
kommt der Bergbauer mit seinem Geländewagen gefahren. Wir versuchen zu Fragen,
was der kürzeste Weg ins Tal zu einer Ortschaft sei? Er fragt uns in welche Ortschaft
wir denn wollen?! SCHEISS EGAL, Hauptsache hier irgendwie raus!

Noch schnell Kupplung
entlüften und weiter geht´s. Der erklärte Weg geht wieder ein Stück bergauf. Es
wird teils total steil, sowohl rauf, als auch runter. Der Blick für die
Landschaft weicht der Suche nach der Ideallinie durch das lose Geröll und
Felsbrocken. Ich hab nur noch unsere angeschlagene Kupplung im Kopf, die hier
Schwerstarbeit leisten muss. Bloss nicht noch mal verrauchen!

Das was wir hier machen, ist
für mich die
Grenze des Machbaren zu zweit auf einem Moped.

Seit dem Beginn der
Schotterstraße bei der Auffahrt zum Berg sind mittlerweile 25 km und fast 2,0 STUNDEN vergangen!

An einem kleinen Anstieg wird
die Geröllpiste wieder zu einer Schotterstraße. Uns fällt ein Stein vom Herzen
und machen völlig durchgeschwitzt im Schatten einer Korkeiche erst mal Pause.

Kurz darauf erreichen wir die
Teerstraße. Manchmal freut man sich sogar darüber! Nach dem Stück haben wir
Hunger und tanken steht auch an. In der nächsten Ortschaft gibt es dann auch
eine Pizzaria. Bei einem Cappuccino, Cola, Wasser und Panini, lassen wir das Erlebte
erst mal sacken.

An einem Dorfbrunnen, wo sich
auch die Einheimischen Wasser holen, füllen wir den Trinkrucksack und die
Flasche auf.

Auf dem Rückweg wollen wir
unsere angefangene Flumendosa-Panoramastraße vervollständigen.

Es gibt noch viele genüßliche
Ausblicke über das Plateau und in die Berge wo wir uns noch vor ein paar
Stunden durchgekämpft haben.

Und immer wieder der ganze Bauernhof
mitten auf der Straße, Kristina kriegt sich gar nich mehr ein.

Vom Seeufer aus fahren wir in
entgegengesetzter Richtung nach Bari Sardo, um noch im Supermarkt einzukaufen.

Kristina nimmt erst mal ein
wohlverdientes Bad im Meer. Anschließend kochen wir was Leckeres, gehen duschen
und sitzen noch vor dem Zelt.

Ein toller Tag, eine super
Tour, auch für Kristina richtig anstrengend.

Eigentlich sollte es heute
eine nicht so lange Genussrunde werden.

Genüsslich war´s trotzdem J



Tag11

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 17:46:10

Tag
11: 11.05. 184km (2424km)

Abfahrt 9:15Uhr

-Camping Capo
Ferrato-Tertinia-Bari Sardo-Camping Torre di Bari

Die Nacht war angenehm, was
uns schon bald auf die Beine treibt. Es ist noch nicht mal sieben Uhr und noch
etwas frisch draußen. Ich schlüpfe erst mal in die langen Sachen.

Kristina macht Ihr morgentliches
Bad und ich das Frühstück.

Obwohl alle, mit denen wir
gequatscht haben, hier von der Küste so geschwärmt haben, wollen wir weiter.
Vielleicht liegt es aber auch an dem Platz. Der ist zwar wunderschön, doch eher
was für Caravan & Co.

Das Packen ist echt schon ein
Klacks. Mittlerweile strahlt der Planet schon am Himmel und ich stehe beim
Zeltabbau schon im eigenen Saft. Mit gewohnten Handgriffen landet alles wieder
an seinem Platz und ist sicher verstaut.

Schon kurz nach neun fahren
wir bei der Rezeption vor, um noch zu bezahlen. Das erste Stück geht es auf die
Bundesstraße. Nach nur wenigen Kilometern wird es uns dort aber langweilig.

Versuchen irgendwie zur Küste
zurückzukommen. Der Grund, warum es keine Straße direkt am Meer entlang gibt,
wird uns dann erst später klar. Weder in unserer Karte, noch im Navi ist das
große militärische Sperrgebiet eingezeichnet. Eine schmale Straße finden wir
dann doch. Sie geht zwischen den Sperrschildern und Zäunen raus zum Meer.
Stellt sich dann zwar auch als Sackgasse heraus, aber für eine Pause in
Strandnähe doch gut genug.

Wieder zurück gelangen wir
auf die alte SS125 die schon kurzweiliger zu fahren ist als ihre modernere
Schnellstraßenschwester.

Unser Moped verlangt langsam
mal wieder nach Treibstoff. Immer wieder gibt es mittlerweile ein Art
Umgehungsstraße um die Ortschaften. Also bleibt uns nur auf gut Glück in eine
Ortschaft abzufahren. Einmal quer durch, aber keine Tanke! Beim Wenden fragen
wir ein paar Herrschaften auf dem Gehweg. Freundlich wird uns mit Handbewegung
zu verstehen gegeben, am anderen Ende gibt es ESSO.

Wirklich am Ende gibt es eine
Tankstelle. Also Spritfass erst mal auffüllen. Werfen noch einen Blick auf die
Karte. Wir wollen noch bis kurz vor Arbatax, um einen schönen Platz zu finden,
von wo aus man mehrere Tagestouren in die angrenzenden Berge und Naturpark
machen kann. Hoffentlich gibt es dort wieder angenehmere Plätze als unseren Letzten.

Weiter geht´s. In Bari Sardo
suchen wir den Abzweig zu einem Campingplatz, den ich Zuhause schon bei der
Vorbereitung, gefunden habe. Ein Wegweiser schickt uns kurz vor Torre di Bari
von der Straße ab auf eine Sandpiste parallel zur Küste, an deren Ende, unweit
vom Meer in einem Eukalyptushain, der Campingplatz liegt.

Punktlandung! Es ist fünf vor
Zwölf und die Anmeldung hat gerade noch so offen. Kristina ist mittlerweile
sprachlich schon ein halber Italiener und fragt nach den üblichen Sachen.

Bevor wir uns entscheiden
gehen wir aber noch eine Runde über das Gelände. Muss ja wohl ausgesucht sein,
es soll ja für ein paar Tage unsere Basis werden.

Macht einen angenehmen
Eindruck. Wir bleiben. Es gibt eine Bar, einen kleinen Laden, die Waschräume
mit Warmwasser und alles schön gepflegt und sauber.

Da nicht sehr viel los ist,
wird in der Nähe der Rezeption, aufgebaut. Kurzer Weg für alles und tagsüber
hat jemand einen Blick auf unsere Burg, wenn wir auf Tour sind.

Der Strand ist auch gleich
vor der Tür, was Kristina auch schon testet.

Machen uns erst mal einen
faulen Nachmittag.

Später wollen wir noch mal
los, die nähere Umgebung erkunden. Als erstes das kleine Stück nach Torre di
Bari wo es eine kleine Promenade mit Blick auf den alten Wehrturm gibt. Uns
kommt die Idee, die Roten Felsen von Arbatax anzuschauen. Doch schon kurz nach
Bari Sardo machen wir einen Abstecher den Berg hinauf. Von da aus hat man einen
wundervollen Blick nach Arbatax und man sieht schon ein paar vereinzelte rote
Felsen.

Am Ortseingang von Tortolli
folgen wir noch mal einen Wegweiser “Marina”.
Kommen eine kleine Uferstraße entlang, wo sich Bademöglichkeiten und Bars
aneinander reihen. Ein paar Kilometer später finden wir einen einzelnen roten
Felsen, der kurz vor dem Strand im Meer steht.

Zurück in Tortolli verfahre
ich mich. Ein
kurzer Stopp um uns zu orientieren. Es geht ein kleines Stück zurück, um den
Abzweig nach Arbatax zu nehmen. Vorbei am Hafen sieht man schon das Ende der
Straße. Sind schon dabei umzukehren. Dann hinter einem Gebäude
tauchen die echten roten Felsen von Arbatax auf. Am Parkplatz gibt es natürlich
einen Fotostopp.

Es ist schon später als
eigentlich geplant. Also zurück Richtung Campingplatz. Zuvor aber noch in den
Supermarkt. Kaufen Fleisch, Pilze, Zwiebeln und Feierabendbier.

Am Abend machen wir dann
unser leckeres Essen.
Bei angenehmen Temperaturen sitzen wir noch eine ganze Weile vor dem Zelt und
freuen uns auf die nächsten Tage hier.



Tag10

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 17:41:04

Tag
10: 10.05. 211km (2240km)

Abfahrt 9:45Uhr

-Camping Porto di
Teulada-Costa del
Sud-Teulada-Santadi-Capoterra-Cagliari-

Capo Carbonara-Camping Porto Torres

Der Wind von gestern hat sich wieder gelegt und es ist angenehm warm. Frühstücken
gemütlich, um danach wieder alles zu verstauen. Kristina geht
natürlich wieder vor dem Kaffee erst mal ins Wasser.

Noch etwas “windkrank” von gestern ziehen wir unsere Fahrerhemden,
die eigentlich schon vor ein paar Tagen ganz nach unten und die Packtaschen gewandert sind, noch unter die Jacke.

Vorfreude auf die Costa del
Sud! Alle, die wir bis jetzt getroffen haben, waren von der Küste begeistert.
Los geht´s. Schon nach ein paar Kilometern weiß man nicht so recht, wo man
überall anhalten soll, um nichts zu verpassen.

Auf dem Navi taucht eine
Stichstraße zu einem alten Wehrturm auf. Blicker setzen und abbiegen. Eine fest
gefahrene Lehmpiste führt zum Strand. Nach ein
paar hundert Metern stehen auch schon die ersten Womos. Von dort wird der Weg
zwar schmäler, führt aber weiter in Richtung zum Turm. Erst kurz davor, am
Anstieg auf den Hügel, versperrt uns ein Bauzaun den Weg bis ganz nach oben.
Trotzdem schön hier und machen Pause. Erst mal wieder raus aus dem Fahrerhemd.
Es ist halb elf und hat schon 27 Grad! Hier soll es die heißeste Ecke auf der
Insel sein. Ich glaub die haben Recht!

Weiter bis nach Torre di Ghia,
wo es einen kurzen Strand- Seeing Stopp gibt. Irgend wie haben wir das Gefühl,
die Leute werden langsam mehr.

Der Weg führt uns wieder in
die Berge nach Teulada. Eine herrliche Passstraße mit tollen Ausblicken in die
Berge und zum Meer. Von dort fahren wir weiter Landeinwärts nach Santadi. Auf
einem eher langweiligen Stück, in die Eisen und zurück! Esel, direkt neben der
Straße. Foto……..

Angekommen in Santadi finden
wir auf Anhieb die Zufahrt zur der 25 km langen Schotterstraße, die durch ein
Bergtal Richtung Cagliari führt.

Anfangs etwas bergauf in ein
paar Kurven. Von lose bis fest gefahren, alles dabei. Teils mit fast 100 Sachen
segeln wir über die Piste. Hinter uns, alles im Staub verunken! Nach gut zwei Drittel
der Strecke gibt es eine Pause. Es hat 30 Grad im Schatten. Die schönste
Strecke hat mal ein Ende und so kommen wir nach Capoterra. Dort
ist es uns nach einem Besuch in einer Bar. Es ist eigentlich Sonntag, doch wir
stehen plötzlich vor einem geöffneten Supermarkt. Dort
kaufen wir Brötchen, Wasser, Streichkäse und WURSTEL. Gegenüber ist ein
schattiger Park. Ich reiche Kristina den Einkauf über den Zaun und fahre das
Moped auf die andere Seite zum Eingang. Auf einer Bank machen wir dann so
richtig Brotzeit mit unserem Einkauf.

Weiter geht es nach Cagliari wo wir
eigentlich kaum eine andere Möglichkeit haben, als einmal mitten durch zu
fahren. Uns graut es ein wenig. Finden aber gut und zügig durch die Stadt.
Vorbei am Hafen, der Altstadt und dem Flughafen. Auf der Höhe von Quartu San
Elena stehen auf einmal hunderte Flamingos in den Lagunen und ein ganzer
Schwarm startet gerade durch. Toll! Was mich
nur stört, die Brühe stinkt fürchterlich!

Nach der Stadt geht es
entlang der Küste wieder weiter. Da ja Sonntag ist, hat man den Eindruck, alle
Cagliari´s sind hier und heute unterwegs. Nur ein paar Kilometer, ab dem Capo
Boi legt sich der Trubel wieder. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick
auf das Capo Carbonara. Den Abstecher dorthin sparen wir uns aber. Die Route
führt uns weiter zum Capo Ferrato, wo wir uns auf dem gleichnamigen Camping
Platz einmieten. Die Anlage ist schön gemacht, mit Restaurant, kleinem Laden
und direkt am Strand. Aber der ist hinter
einem Zaun! Der Platz ist fast bis auf die letzte Parzelle voll! Das kennen wir
bis jetzt gar nicht.

Zwischen all den riesen
Schiffen, begafft von allen Seiten, baue ich unsere Burg auf. Kristina macht
schon mal den Wassertest.

Da uns das Restaurant etwas
zu nobel aussieht, biegen wir vorher in den Kiosk ab, um unser Abendessen zu
kaufen. Es gibt Nudeln, dazu passende Soße, für jeden Bier, Tomaten und
Zwiebeln für den Salat.

Ein richtig gutes Abendessen.

Aus dem Nichts kommen auf
einmal für eine gute Stunde plötzlich Mücken.! An der Westküste wurden wir
davor gewarnt. Dort war keine einzige. Und
hier?!

Der Spuk ist aber bald vorbei
als es dunkel wird. Ist auch gut so, haben schon etliche Treffer gelandet die
Viecher.

Wir verziehen uns langsam ins
Zelt und machen noch unsere Hausaufgaben.

Mal wieder ein herrlicher Tag!



Tag9

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 17:30:12

Tag 9: 09.05. 153km (2029km)

Abfahrt
10:00 Uhr

-Camping Scoupadux-Buggeru-Isola
di Antioco-Camping Porto di Teulada-

Die Nacht war angenehm. Nun gibt es erst mal in Ruhe Frühstück. Der
Himmel zeigt sich leicht bewölkt und trotz des Eukalyptuswaldes kommt ein wenig
Wind auf.

Beim
Packen herrscht mittlerweile Routine und so geht es recht flott, bis wieder
alles auf dem Moped pistenfest verstaut ist.

Heute
wollen wir erst mal dem Küstenstreifen folgen, um später über eine ca. 25 km
lange Schotterpiste, die etwas im Landesinneren liegt, fahren.

Vor
der Abfahrt unterhalten wir uns noch mit den GS-Nachbarn, tauschen noch ein
paar Streckentipps aus und verabschieden uns.

Das
Stück Piste vom Platz weg ist uns ja von den letzten beiden Tagen bestens
bekannt. Ein Stück danach treffen wir auf die SS126, die uns über eine tolle
Passstraße Richtung Iglesias bringt.

Wieder an der Küste gibt es gleich einen Abstecher zum Capo
Percora, dass an sich eine schroffe Felsküste hat. Beim Blick nach Süden sieht
man wieder einen tollen, riesigen Sandstrand mit glasklarem Wasser.

Ein
paar Kilometer später erreichen wir dann Buggeru, dass herrlich um einen
Meereseinschnitt in die Steilwand der Berge gebaut ist.

Von
dort steigt die Straße wieder etwas hinauf und verläuft ein wenig abseits der
Küste. Der Wind wird auch langsam stärker. Kurz darauf geht die Strecke wieder
ein kleines Stück der Küste entlang, um bei Gonessa wieder etwas auf eine
Anhöhe zu steigen, etwas im inneren des Landes. Ein Pausenabstecher lässt uns
bei einer Nuraghenstätte landen. Eigentlich keine Absicht, aber schon ein imposantes
Bauwerk. Besichtigung war nicht möglich, da gerade Arbeiter damit beschäftigt
waren, Frühjahrsputz zu machen. Diese Steinhügel stehen ja immer auf einer
Anhöhe. Hier pfeift es jetzt richtig. Suchen uns Windschatten hinter einer
Kakteen-hecke. Aber wenigstens ist es warm. Jetzt wissen wir auch, was es
heißt, heute ist Mistral!

Von
dort bollern wir weiter Richtung San Antioco. Immer wieder super Küstenstreifen
und dahinter die Berge.

Die
Straße auf die Halbinsel San Antioco führt über einer Art Damm. Dort ist man
dem Wind völlig ausgesetzt. Obwohl es geradeaus geht, fahren wir in Schräglage.
Dann kommt plötzlich wieder der Windschatten von ein paar Schilfpflanzen, die
fast bis an die Straße gehen und man hat zu tun, nicht im rechten Winkel in die
Botanik abzubiegen! Das nervt!!!

Angekommen
am anderen Ende halten wir erst mal an. Hatten eigentlich vor die Halbinsel zu
umrunden. Doch bei dem Wind, der uns um die Ganze Insel begleiten wird, haben
wir irgendwie echt keinen Bock. Also umkehren und wieder auf die andere Seite.
Das Stück Küste fehlt uns jetzt. Naja, wir werden es verkraftenJ

Auf
halber Überfahrt entdeckt Kristina die ersten Flamingos in den Salzlagunen.
Machen kurzen Fotostopp neben der Straße.

Unsere Fahrt geht weiter Richtung Costa del
Sud. So langsam brauchen wir auch mal wieder eine Tankstelle.

In
San´t Anna Arresi gibt es auch gleich eine. Sogar mit dazu gehöriger Bar. Was
braucht man mehr. Bei Cappuccino und Panini machen wir schön Pause. Plötzlich
spricht uns ein Pärchen vom Nachbartisch auf deutsch an, ob wir aus Bayern
sind?!

In
der Unterhaltung stellt sich heraus, dass die beiden zwar waschechte Sarden
sind, doch 15 Jahre in München gearbeitet hatten. Er liebt seit dem die
Biergärten und hatte nix besseres zu tun als, nach seiner Rückkehr, eine Kneipe
mit kleinem Biergarten und AUGUSTINER BRÄU! zu eröffnen. Und….der Laden läuft!

Gestärkt
und erholt zieht es uns wieder auf die Sitzbank. Unser Plan ist doch nicht ganz
bis zur Costa del Sud zu fahren, da wegen der Küste dort bestimmt auch wieder
Wind ohne Ende ist. Die Strecke führt etliche Kilometer an einer Nato-
Übungsplatzgrenze entlang. Schade, wie Zuhause, hinter dem Zaun gäbe es aller
Hand schöne Strecken. Egal, die gibt es hier auch außerhalb genügend.

Am
anderen Ende der Anlage liegt, etwas im Windschatten vom Berg wie ich hoffe,
Porto di Teulada mit einem Campingplatz in der Nähe. Als wir an der Einfahrt
ankommen, es ist erst Nachmittag, haben wir Zweifel ob die Anmeldung besetzt
ist. Kristina dreht erst mal zu Fuß eine Runde über den Platz, während ich beim
Moped und der Rezeption warte. Kurz darauf zurück, meint Sie es ist ein schöner
Platz mit windgeschützten Parzellen zwischen Eukalyptusbäumen. Es kommt auch
gleich ein netter Herr und nimmt geduldig und freundlich unsere Fragen nach dem
Preis und Ausstattung entgegen. Schnell sind wir uns einig und beziehen
Stellung. Windgeschützt und nahe der Sanitärgebäude wird aufgebaut und Kristina
geht nach zwei Trockentagen endlich wieder baden. Ich mach schon mal Kaffee.
Vom Schwimmen zurück, schwärmt Sie von so einem tollen Strand. Kurz darauf, mit
Foto bewaffnet, gehen wir noch mal zum Strand.

Wie
aus dem Bilderbuch! Eine halbmondförmige Bucht, türkises Wasser, davor ein
kleines felsiges Eiland. Klasse!

Am
kleinen Kiosk gibt es noch das Nötigste für den Abend und das Frühstück. Kochen
uns noch eine Kleinigkeit, aber schon ausnahmsweise in langen Klamotten. Der
Wind hat aufgefrischt. Aber hier ist es noch erträglich.

Ich
will gar nicht wissen, wie es da draußen weht! Es wird trotzdem noch ein
gemütlicher Abend.

Ein schöner Tag geht wieder zu Ende.



Tag8

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 17:12:25

Tag
8: 08.05. 124km (1876km)

Abfahrt
9:45Uhr

Tagestour
vom Platz aus

Montevecchio
und Umgebung

Die
Nacht war angenehm, obwohl man das Gefühl nicht los wird, es gäbe hier nix
anderes als Kuckucks! Auch ein paar Frösche gaben ihr nächtliches Konzert zum
Besten.

Unser
vorbestelltes Brot bei der Ankunft bescherte uns ein großzügiges Frühstück.

Heute
steht das Gebiet um die alte Minenstadt auf dem Programm. Doch zuerst brauchen
wir eine Tankstelle, da schon wieder 300 km auf der Uhr stehen und es heute ja
etwas abseits gehen soll.

Vom
Platz aus folgen wir der Piste weiter ins Land. Es tauchen schon die ersten
Ruinen im Tal auf. Dann wird die Geländepiste wieder zum Asphalt und in Arbus
finden wir eine Tanke.

Von
dort aus geht es nach Montevecchio. In der Ortschaft fahren wir am Museum
vorbei, dass aber noch geschlossen hat. Kurz darauf wird die Straße zur
mittelgroben Schotterpiste und ein paar Schilder verraten uns im alten
Abbaugebiet zu sein. Immer wieder tauchen Ruinen von Wohn- und Arbeitshallen
auf. Herrliche Ausblicke in die Gruben und Schluchten. Einige Stopps sind nötig,
um einen kleinen Eindruck zu bekommen, was vor gar nicht all zu langer Zeit aus
reiner Gewinnsucht die Menschen für ein paar Jahrzehnte dazu bewegte, die halbe
Gegend „umzugraben“. Als es nichts mehr zu holen gab, wurden die Leute mit all
dem was ihnen vorher abgenommen und ausgebeutet wurde, einfach zurück gelassen!

Wir
folgen dem Schotterweg durch das Gelände und stoßen wieder auf die Straße
Richtung Arbus.

Fahren
entgegengesetzt die Strecke zu den Dünen zurück. Am Parkplatz vor dem Hotel le
Dune machen wir Pause. Kristina geht ein Stück am Hotel vorbei über den
Bohleweg zum Strand. Es geht wieder durch die beiden Flussdurchfahrten. Ohne
Gepäck ist es um Welten leichter und macht riesig Spaß. Bevor es wieder auf die
Teerstraße geht, nehmen wir noch den Abstecher zu einem Aussichtturm. Oben
angekommen stellen wir fest, dass die Treppe leider weggebrochen ist. Der
Ausblick ist aber auf dem Hügel schon super!

Umfahren
das Minengelände auf einer kleinen Nebenstraße, wo wir noch einen herrlichen
Ausblick auf den Monte Linas haben und einer Schafherde begegnen, um wieder in
der Ortschaft Montevecchio zu landen. Finden dort einen kleinen Kiosk. Holen
uns zwei Cappuccino, Cola, Wasser und Panini. Lecker. Machen ausgiebig Pause
und nutzen das WiFi, dass es für Gäste kostenlos gibt.

In
Guspin gehen wir noch in den Supermarkt. 12 Flaschen Wasser und Nudeln- muss
alles in den Tankrucksack! Geht aber.

Wollen
zurück über Arbus zum Platz fahren. Noch einmal vorbei an den Ruinen, was in
der Nachmittagssonne noch geisterhafter aussieht. Angekommen macht Kristina
erst mal wieder unseren Fahreriltis sauber, DANKE.

Machen
uns noch einen faulen und warten bei Rotwein auf das Abendbrot.

Später
gehen wir dann spontan mit unseren GS-Freunden zum Essen. Dort tauschen wir
Tourentipps aus und unterhalten uns richtig angenehm.

Noch
einen Absacker vorm Zelt und ab in die Koje.

Traurig Schöne Gegend!



Tag7

Sardinien 2015 Posted on Sun, January 10, 2016 17:05:10

Tag 7: 07.05. 175km (1752km)

Abfahrt: 9:15Uhr

-Torre Argentina-
Bosa-Oristano-Camping Scoupadux

Unser
morgentliches Ritual wird langsam zur Routine. Sind wieder bei zeiten auf. Ich
mache mich über das Frühstück, während Kristina zum baden geht.

Schön
in Ruhe verstauen wir unsere sieben Sachen wieder auf unserem Moped.

Obwohl
wir uns Zuhause bei der Urlaubsplanung für keine feste Route entschieden haben,
stehen die großen Dünen und Minengebiet um Montevecchio im Südwesten, ganz oben
auf unserer Liste. Da wollen wir heute hin. Da langsam unsere Gas leer wird,
sollten wir heute auch Ersatz finden. Ansonsten bleibt die Küche kalt. Wäre
blöd!

Wir
folgen der Küstenstraße weiter Richtung Süden. Nach nur ein paar Kilometern
erreichen wir Bosa. Schauen uns kurz den kleinen aber schönen Hafen und die
Altstadt an. Kurz danach treffen wir auf unserer geplanten Route auf ein
Straßen-sperrschild. Als wir kurz die Karte studieren, um nach einer Umfahrung
zu suchen, fahren ein paar Einheimische einfach an dem Sperrschild vorbei. Na
das können wir auch! War bestimmt nur für LKW´s!

Bei
der Weiterfahrt fällt mir eine kleine Nebenstraße auf, die etwas in die Berge
geht, um später wieder auf die Hauptstraße zurück zu kommen.

Blinker
links und ab in die Botanik. Was sich als sprichwörtlich herausstellen sollte.

Etliche
Kakteen, die zwischen den Felsen stehen, Blumen und allerlei Kräuter die den
Wegesrand säumen. Toll! Die Straße führt herrlich durch Weiden und Sträucher
zurück auf die Hauptstraße.

Unsere
Strecke führt uns ein wenig abseits der Küste Richtung Sinis. Sehen im
vorbeifahren zwei größere Campingplätze angeschrieben. Fragen an der Rezeption
nach einem Laden auf dem Platz, der Gaskartuschen haben könnte. Leider wieder
NEIN!

Auf
der Halbinsel Sinis, bei San Giovanni di Sinis, machen wir Pause.

Da
sich Ortisano als schon fast kleines Städtchen herausstellt, wollen wir dort
nach einer Kartusche für unseren Kocher suchen. Schon fast aus der Stadt raus,
in einem Kreisverkehr, sehe ich im letzten Moment einen Wegweiser „TUTTO GAS“.
Im angepassten italienischen Fahrstiel geht es um die Kreuzung direkt vor die
Eingangstür. Wir also rein, fragen freundlich nach unserer Kartusche und zeigen
Ihr auf dem Handy noch ein Bild. Die nette Dame schüttelt mit dem Kopf und
zeigt auf die Stechkartuschen im Regal. Super! So ein Ding haben wir natürlich
auch Zuhause. Da man die aber nicht so klein zerlegen kann, haben wir uns für
den Anderen entschieden. Hmmmmmm……..Dann wird uns wohl nix anderes übrig
bleiben, als so einen Kocher zu kaufen! Naja, wenigstens kostet der ganze Spaß
nur 18,-€. Die größere Herausforderung besteht darin, das riesen Trumm zu
verstauen. Klappt auch irgendwie.

Nun
tun sich ja wieder ganz neue Möglichkeiten der Verpflegung auf! Also gleich
noch in den Supermarkt und einkaufen, bevor wir wieder am Campingplatz ohne
Laden stranden.

Oh
man, die Sachen müssen ja auch noch irgendwo hin! Das kriegen wir auch noch
unter und mit unserem jetzt wirklich voll bepackten Moped geht es auf einem
etwas langweiligen Stück weiter Richtung Costa Verde. Auf der Höhe von Arborea,
wo die Strecke recht linear und langweilig durch die Landschaft geht, haben wir
in der Ferne die ersten Flamingos gesehen.

Ein
paar Kilometer vor dem Capo di Frasca geht die Straße auf eine einspurige
Brücke mit Sperrschild zu. Aus den ganzen Zusatzschildern darunter werden wir
auch nicht schlau. Wir halten uns wieder an unsere Taktik. Kurz warten und
sehen was die anderen so machen.

War
ja klar, die fahren ran, kucken ob Gegenverkehr kommt und fahren drüber!
Einfach.

Auf
der anderen Seite geht es etwas auf eine Anhöhe hinauf. An der Kuppe zweigt
eine breite Schotterstraße zum Meer ab, mit einem schon recht verwittertem
Schild „Hotel“. Nicht das wir nach einem Zimmer suchen würden, aber dann wird
der Weg schon nicht gleich im nirgendwo enden.

Nach
etwa ein, zwei Kilometern hat man einen traumhaften Blick auf die Küste mit
Sandstrand und Türkis blauem Wasser! Wahnsinn!

Da
es nicht mehr sehr weit bis zu unserem Tagesziel an den Dünen ist, wollen wir
evtl. noch tanken und eine Kleinigkeit essen.

In
Marina di Arbus finden wir beides nicht und fahren weiter an der Costa Verde.
Am Beginn der Sand- Schotterpiste machen wir noch mal einen Stopp. Von hier aus
sieht man das erste Mal das Ausmaß und Größe der Dünen.

Die
folgenden Kilometer der Piste kenne ich aus Google Street View schon fast
auswendig. Wahnsinn wie gut die Insel dort abgedeckt ist. Selbst auf kleinen
Nebenstrecken.

Kristina
fragt auch, scheinbar etwas gespannt, ob jetzt gleich die Wasserdurchfahrten
kommen? Ich sag zu Ihr: „ja, aber wenn es zu heftig wird, lasse ich dich vorher
runter“!

Als
wir dann das erste Mal mit unseren 400 kg Kampfgewicht eine solche Piste unter
die Räder nehmen, bin ich auch auf das, was kommt gespannt!

Die
Strecke geht in ein paar Kurven mäßig steil hinab in ein kleines Tal und ich
weiß schon, was uns hinter der nächsten Kurve erwartet! Die erste
Wasserdurchfahrt, was die kleinere von beiden sein soll. Mit genügend Abstand
zum Schwung holen bleiben wir erst mal davor stehen. Nach einem prüfenden Blick
sag ich: „ das geht, auch zu zweit!“

Gang
rein und los. War schon etwas tiefer als ich dachte. Etwas auf Eiern, aber
sonst ganz O.K. geht es durch die Furt. Am anderen Ufer kommt uns dann eine
Boxer-Kuh und Sozia entgegen. Das will ich sehen wie die Profis hier das
machen!

Der
fährt schon mal mit dem Vorderrad bis ins Wasser, um dann anzuhalten und seine
Mutti runter zu schicken! Er füsseld dann die Kuh durchs Wasser und die Mutti
kann durchs Wasser waten. Echt Super!

Gut,
wir fahren die Piste weiter und kommen kurz darauf an der zweiten Durchfahrt
an. Diesmal mit etwas mehr Überzeugung bitte! Und schon geht das Moped durchs
Wasser, wie besagtes Messer durch die Butter. Cool!

Kurz
darauf erreichen wir den Campingplatz. Beim parken vor der Rezeption kommen
noch zwei Deutsche auf einer voll bepackten „GS“ und mir fallen gleich die von
eben am Fluss ein.

Ich
muss schmunzeln. Während Kristina schon mal die Anmeldung macht, warte ich am
Moped und quatsche die „GS-Fahrer“ an. Scheinen ganz freundlich zu sein und wir
suchen uns erst mal ein schönes Plätzchen für unser 1000 Sterne Hotel.

Der
Platz an sich liegt etwa 4km vom Strand entfernt auf einer Anhöhe in einem
Eukalyptus Hain. Nur ein paar Terrassen und das Sanitärgebäude deuten auf ein
angelegtes Gelände hin. Die wenigen Besucher verteilen sich auf dem großen
Grundstück so gut, dass man denkt alleine hier zu sein.

Nach
kurzem Suchen finden wir ein schönes Fleckchen und bauen auf. Wir haben ja
wieder einen Kocher der funktioniert! Also erst mal eine Kanne Kaffee kochen und
Risotto aus der Tüte! Hmmm, lecker!

Etwas
später kommt auf einmal die Sozia unserer GS-Bekanntschaft von der Anmeldung
und fragt, ob sie uns etwas vom Supermarkt mitbringen können?!

Wir
nehmen gerne an und bestellen Wasser und einen Liter Rotwein J.

Obwohl
es noch gar nicht so spät ist, werden wir den Nachmittag mit Faulenzen
verbringen. Am frühen Abend trifft dann unsere „Bestellung“ ein und es entsteht
eine angenehme Unterhaltung. Am Abend steht dann der Besuch im zugehörigen
Restaurant an. Das gönnen wir uns jetzt mal. Das Essen ist wirklich lecker und
das Personal super freundlich. Zurück am Zelt gibt es dann noch etwas von
unserem Rotwein.

Wieder ein super Tag!



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