Tag
17: 17.05. 226km (3420km)

Abfahrt 12:00Uhr

Tour vom Platz aus

-Tortolli-SS125 bis Dorgali-Valle
di Laneitu-Orgosolo-Portobello- Lanusei-Bari Sado-

Spät in der Nacht kam dann
doch der Regen. In Windeseile schnell unsere Motorrad-klamotten, die auf dem
Platzeingenem Wäscheständer hängen, ins Zelt packen und wieder rein. Alles noch
trocken abbekommen. So um sieben Uhr in der Früh gießt es dann mal richtig. Wir
bleiben noch liegen. Später wird es dann aber wieder besser und es gibt
Frühstück ans Bett. Am Vormittag ist der Himmel noch grau und Wolken verhangen.
Da noch Niemanden so nach Aufbruch ist, gehen wir mit Marion und Jürgen noch einen Cappuccino
trinken. Die Männer unterhalten sich über Mopeds und die Frauen über was sich
Frauen so unterhaltenJ

Als dann so um Elf Uhr die
Sonne raus kommt, machen die Mädels!! voll den Streß, sie wollen Moped fahren.
Da uns gestern das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat,
versuchen wir es Heute eben noch mal ins Valle di Laneitu. Um den verspäteten
Start etwas aufzuholen fahren wir wieder über die SS125 nach Dorgoli. Über der
Passhöhe hängen auch noch dicke Wolken und teils ist der Ashalt noch naß. Nach
dem Scheitel machen wir Pause auf einen Parkplatz, von wo aus man einen
herrlichen Ausblick auf die andere Seite der Goroppu Schlucht hat.

Von dort aus stetig bergab
geht es nach Dorgali, wo wir tanken müssen. Das Wetter wird auch immer besser
und auch wieder angenehm warm. An der Tankstelle verstauen wir erst mal unsere
Fahrerhemden im Tankrucksack.

Einige Kilometer der Straße
entlang kommt dann der Abzweig ins Valle di Laneitu. An einer Wandertafel
machen wir uns noch “schlau” bevor es in den Taleingang hinein geht. Nur ein
kurzes Stück Asphalt und dann beginnt der Schotter. Kaum an Höhe gewinnend
führt der Weg über einen breiten Talboden, eingerahmt von fast senkrechten
Falswänden, weiter in die Bergwelt.

Angelangt am Infocenter
machen wir erst mal halt und eine kleine Pause.

Trotz der wundervollen
Landschaft sind wir den Trubel nich mehr gewohnt. Es ist Sonntag und einige
Ausflügler sind auch hier. Die letzten Tage waren wir völlig alleine in den
Bergen. Schon kurz nach dem Halt kommt schon eine Naturpark-angestellte auf uns
zu, um Ihre geführten Touren an den Mann zu bringen. Wir fragen zwar interessiert
nach, lehnen dann aber danken ab, mit der Ausrede unsere Motorradstiefel seien
nicht zum Wandern geeignet. Kaufen den Damen aber noch zwei Espresso ab und
setzten unseren Weg auf der wieder zurück führenden Ringstraße fort. Etliche
Wege, die zu einem Abstecher einladen, lassen wir aber auf Grund der vielen
Wanderer und daraus eventuell entstehenden Konflikten, links liegen und fahren
auf die Hauptstraße zurück.

Da jetzt noch etwas Zeit ist
wollen wir das Supramonte Massiv noch fertig umrunden. Die Straße führt nach
Orgosolo mit seinen herrlichen malereien an den Hausfassaden. In einer Gasse
bleiben wir stehen um einige davon aus der Nähe zu betrachten. Man sieht
Gewalt, Unterdrückung aber letzlich auch die Unabhängigkeit vom Festland.
Beeindruckende Bilder!

Von Orgosolo führt uns die
Straße wieder hinauf in die Hochebene, immer mit Blick auf das Supra Monte. An
einer Kreuzung entscheiden wir uns mal wieder für die Nebenstraße. Diese führt
kurze Zeit später an einem See entlang, wo wieder der ganze Bauernhof auf der
Straße ist.

Dem Navi folgend Richtung
Lago di Flumendosa, stehen wir auf einer Brücke mal wieder vor einem
geschlossenem Tor. Diesmal fahren wir aber durch und machen artig hinter uns
wieder zu. Die Straße wird immer schmäler und kleiner, führt aber laut Karte im
Navi direkt auf die Hauptstraße. An einem Bauernhof vorbei kommt die Straße
schon in Sichtweite. Nur die Auffahrt auf selbige ist noch etwas rätselhaft.
Letztendlich stellen wir fest, daß uns eine Böschung und ein Weidezaun an der
Auffahrt hindern. Also steigt Kristina kurz ab, um den Maschendrahtzaun von der
Leitplanke zu flechten und ich holpere den Hang hinunter. Danach wieder schön
fest tüdeln und weiter gehts.

Nach dem Lago di Flumendosa
kommt ein Bahnübergang mit einem nicht mehr in Betrieb befindlichem Bahnhof. Dort gibt es jetzt aber eine Bar, wo wir uns noch einen
Cappuccino gönnen. Von dort folgen wir der uns mittlerweile schon fast
Hausstrecken ähnlichen Straße über Lanusei nach Bari Sado.

Zurück im Camp heißt
es noch kurz in den Lebensmittelladen. Wir kaufen Feierabenbier und Semmeln zum
Frühstück. Kristina geht zum baden wärend ich mal unser Moped durchschaue.
Danach heißt es Duschen, bevor es leckere Nudeln mit dem restlichen Tomatensalat
gibt. Zwischenzeitlich hatten wir noch Besuch von einem neuen Gast, der uns sprichwörtlich
zuquatscht und den Ausstieg verpasst. Kristina flüchtet schon mal alleine zum
abspülen. Irgendwann bekommt er dann doch die Kurve und wir machen es uns noch
vor dem Zelt bei einem Glas Wein gemütlich.

Wieder eine tolle Tour!