Tag
16: 16.05. 183km (3194km)

Abfahrt 9:30Uhr

Tour vom Platz aus

-Tortolli-Passhöhe-Talana-Villagrande-Lanusei-Antennenberg-Gairo
Vecchio-Jerzu-Campingplatz

Für heute ist Regen gemeldet.
Die Nacht war noch windig. Kristina geht aber trotzdem erst mal Baden, bevor wir in aller Ruhe Frühstücken.

An der Rezeption erfahren wir,
dass auch das geplante Fest in Bari Sardo wegen dem vorhergesagten Wetter
abgeblasen wurde. Schade, wollten evtl. auf ein Bierchen hin.

Der Blick zum Himmel ist aber
gar nicht so schlecht und Lust auf den Regen tatenlos zu warten haben wir auch
nicht.

In unseren Routen, die ich
Zuhause ausgearbeitet habe, steht noch das Valle di Laneitu aus. Wir wollen es
trotz der Vorhersage probieren und fahren los.

Um ein wenig Meter zu machen
nehmen wir die uns bereits bekannte SS125 Richtung Dorgoli. Etwas unterhalb der
Passhöhe beginnt es dann doch zu regnen. Beim Rundblick fällt auf, zur Küste
hin und westwärts ist das Wetter besser. Dann schlagen wir eben eine andere
Richtung ein.

Ein kleines Sträßchen bringt
uns wieder nach Talana. Dort nutzen wir die
Gelegenheit um noch mal in die Bar von vor ein paar Tagen zu gehen und
bestellen wieder unser bekanntes Gedeck. Da es abgekühlt hat und der Himmel
auch hier nicht so freundlich aussieht nehmen wir innen Platz. Heute ist die
Bar gut besucht. Einheimische sitzen bei Bier und ratschen. Es ist eine
angenehme Atmosphäre. Unser Vorhaben über den Berg zum Lago Flumendosa zu
fahren, endet mit dem Schritt vor die Tür und dem Blick in dessen Richtung.
Weiter oben hängt alles in Wolken und es regnet.

Unser Blick streift wieder
rund herum um eine neue Richtung zu finden.

Südlich scheint es besser zu
sein. Wir fahren nach Lanusei. Marion
und Jürgen haben uns einen Tipp in dieser Gegend gegeben. Zwar ein wenig
unvorbereitet, aber mit der Beschreibung im Kopf, folgen wir unserer Nase. Nur
ein paar Kilometer nach Lanusei finden wir die Schotterstraße im Wald auf den
Antennen Berg. Die Auffahrt ist gut zu fahren und auch nicht allzu steil. Oben
kommt man wieder über die Bäume und hat eine super Aussicht in alle Richtungen.
Machen ein wenig Pause und glotzen.

Hinunter geht es auf dem
selben Weg um anschliessend der Straße zu folgen. Nach kurzer Fahrt erreichen
wir Gairo Vecchio. Das Städtchen ist seit Jahrzehnten verlassen, da der Berghang an dem die Ortschaft steht, sich
in Bewegung setzte.

Seitdem ist sie verlassen und
man blickt auf ein echtes Geisterdorf. Die meisten der Dächer sind schon
eingefallen. Fenster gibt es auch keine mehr in den Häusern. Aber man findet
noch die Straßennamen, Hausnummern und eben alles was man sonst so im Dorf
hatte. Ein traurig schöner Anblick.

Die Straße bringt uns weiter
nach Jerzu. Ein Schild, für Motorräder bestimmt, schickt uns nach dem
Ortseingang von der Hauptstraße ab, in die Gassen der Ortschaft. Teils verdammt
steil und im Neunzig Gradwinkel geht es ganz eng durch die Häuserschluchten.
Bloß gut, dass es eine Einbahnstraße ist!

Von dort aus geht es wieder
talwärts und die Temperatueren steigen auch wieder. An einer Kreuzung entdeckt
Kristina noch blühende Kakteen dir wir ablichten. Anschließend führt uns unsere
Acht wieder nach Bari Sardo, wo mal wieder der Besuch im Supermarkt ansteht.
Wir decken uns mit einer Brotzeit und etwas Salat für den Abend ein.

Zurück im Camp gibt es
erst mal Kaffee und eine Kleinigkeit zu Essen.
Gerade als wir fertig sind, kommt Jürgen herüber und fragt uns, ob wir Lust
hätten, heute bei Ihnen mit zu Essen.
Die Einladung nehmen wir natürlich gerne an. Jürgen macht eine riesige Pfanne
Nudeln mit lecker gebratenem Gemüse.

Um nicht ganz leer zu kommen,
hat Kristina noch den nachmittags gekauften Salat gemacht, den wir beisteurern.
Natürlich wandert auch das ein oder andere Getränk über den Tisch, während wir
über Benzin und die Welt plaudern.

Es ist spät geworden. Duschen
gehen ist heute ausgefallen. Anschließend sitzen wir noch ein wenig im Zelt und
machen Hausaufgaben.

Trotz der Ausweichfahrten
eine schöne Tour und toller Tag!